10 Tipps für ein Google-Unternehmensprofil, das Anrufe bringt
Wer „Physiotherapie Velbert“ oder „Autowerkstatt in der Nähe“ in Google eintippt, sieht als Erstes eine Karte mit drei Betrieben. Die Website kommt erst darunter. Für viele Kunden ist das Google-Unternehmensprofil deshalb der erste Eindruck, und oft auch der einzige, bevor sie anrufen.
Das Profil ist kostenlos. Trotzdem sehen wir bei Betrieben in der Region immer wieder dieselben Lücken. Hier sind zehn Tipps, die Sie ohne Agentur an einem Nachmittag umsetzen können.
1. Das Profil beanspruchen
Viele Betriebe haben ein Profil, ohne es zu wissen. Google legt es automatisch an, sobald genug Informationen im Netz stehen. Suchen Sie Ihren Betrieb bei Google und schauen Sie, ob dort „Inhaber dieses Unternehmensprofils?“ steht. Wenn ja, gehört es noch niemandem. Beanspruchen Sie es, bevor es jemand anderes tut.
2. Die richtige Hauptkategorie
Die Kategorie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen Sie auftauchen. „Unternehmen“ oder „Dienstleistung“ ist zu allgemein. Wählen Sie die genaueste Kategorie, die es gibt, etwa „Physiotherapeut“ statt „Gesundheitsdienstleister“ oder „Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“. Dazu können Sie weitere Kategorien eintragen, wenn Sie wirklich mehrere Dinge anbieten.
3. Name, Adresse und Telefon überall gleich
Steht auf der Website „Müller Haustechnik GmbH“, im Profil „Müller Sanitär“ und im Branchenbuch noch die alte Telefonnummer, wird Google unsicher. Achten Sie darauf, dass Name, Adresse und Nummer überall exakt gleich geschrieben sind. Das gilt auch für KI-Suchen wie ChatGPT, die solche Angaben aus vielen Quellen zusammentragen.
4. Öffnungszeiten, auch an Feiertagen
Nichts ärgert Kunden mehr, als vor verschlossener Tür zu stehen, obwohl Google „Geöffnet“ angezeigt hat. Tragen Sie Sonderöffnungszeiten ein, vor allem für Feiertage und den Betriebsurlaub.
5. Echte Fotos, und zwar viele
Laden Sie Fotos von außen hoch, damit man das Gebäude findet. Dazu kommen Bilder von innen, vom Team und von fertigen Arbeiten. Ein Handy reicht, wenn das Bild scharf ist. Ergänzen Sie alle paar Wochen ein neues Bild. Profile mit vielen aktuellen Fotos wirken lebendig, und Kunden bleiben länger darauf.
6. Leistungen einzeln eintragen
Im Profil gibt es einen Bereich für Leistungen oder Produkte. Den lassen die meisten leer. Tragen Sie dort jede Leistung einzeln ein, mit einem kurzen Satz dazu, etwa „Manuelle Lymphdrainage“, „Hausbesuche in Heiligenhaus und Velbert“ oder „Krankengymnastik am Gerät“. So versteht Google genauer, wofür Sie stehen.
7. Um Bewertungen bitten
Zufriedene Kunden schreiben selten von sich aus eine Bewertung. Die meisten tun es aber gern, wenn man sie fragt. Im Profil finden Sie einen Link, über den man direkt zur Bewertung kommt. Drucken Sie ihn als QR-Code auf die Rechnung, hängen Sie ihn an die Kasse oder schicken Sie ihn nach einem gelungenen Auftrag per WhatsApp.
Wichtig ist, dass Sie keine Bewertungen kaufen und keine Gegenleistung dafür anbieten. Das verstößt gegen die Regeln von Google und kann zur Sperre des Profils führen.
8. Auf jede Bewertung antworten
Auch auf die guten. Ein kurzes „Danke, Frau Schneider, schön, dass Ihr Knie wieder mitmacht“ zeigt, dass hier Menschen arbeiten. Bei Kritik bleiben Sie sachlich, bedanken sich und bieten ein Gespräch an. Ihre Antwort liest später jeder, der sich Ihr Profil anschaut. Eine ruhige Antwort auf eine schlechte Bewertung wirkt oft stärker als zehn gute Sterne.
9. Beiträge posten
Im Profil können Sie Neuigkeiten, Angebote und Termine veröffentlichen, ähnlich wie bei Instagram. Kaum ein Betrieb nutzt das. Ein Beitrag im Monat reicht schon, etwa zu einem neuen Mitarbeiter, einer neuen Leistung oder dem Tag der offenen Tür. Sie können dort auch offene Stellen erwähnen, für viele Bewerber aus der Region ist Google die erste Anlaufstelle.
10. Die Beschreibung nutzen
Für die Beschreibung haben Sie 750 Zeichen. Schreiben Sie dort in normalen Sätzen, was Sie machen, für wen und in welchen Orten. Beantworten Sie auch gleich die Fragen, die am Telefon immer wieder kommen, etwa ob es Parkplätze gibt oder ob man ohne Termin vorbeikommen kann.
Werbesprüche wie „die Nummer eins in Velbert“ lassen Sie besser weg. Links und Rabattaktionen gehören laut Google auch nicht hinein.
Und dann regelmäßig nachschauen
Ein Google-Profil ist kein Projekt, das man einmal abschließt. Planen Sie zehn Minuten im Monat ein. Neue Bewertungen beantworten, ein Foto hochladen, Öffnungszeiten prüfen. Im Profil sehen Sie außerdem, wie viele Leute angerufen, eine Route geplant oder Ihre Website besucht haben. Diese Zahlen zeigen Ihnen schnell, ob sich die Arbeit lohnt.
Meistens lohnt sie sich.