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Azubis finden: Wo Schulabgänger wirklich suchen

Noxy · Oktober 2026

Viele Betriebe suchen Azubis wie vor zehn Jahren. Eine Anzeige bei der Arbeitsagentur, ein Aushang in der Berufsschule, vielleicht ein Inserat in der Lokalzeitung. Dann kommen zwei Bewerbungen, oder keine. Die Schulabgänger gibt es trotzdem. Sie suchen nur woanders, früher und mit ihren Eltern zusammen.

Die Entscheidung fällt früher, als man denkt

Wer im Sommer einen Azubi braucht und im Frühjahr mit der Suche anfängt, ist oft zu spät. Viele Jugendliche wissen im vorletzten Schuljahr schon, wohin sie wollen. Meist hängt das an einem Praktikum, einem Ferienjob oder einem Betrieb, in dem schon ein Freund arbeitet.

Fangen Sie deshalb ein Jahr vorher an. Das heißt vor allem, Praktikumsplätze anzubieten und sie sichtbar zu machen. Ein Schülerpraktikum ist für einen Betrieb die beste Bewerbungsrunde, die es gibt. Beide Seiten sehen nach zwei Wochen, ob es passt.

Gehen Sie an die Schulen

Die meisten Schulen in der Region haben Ansprechpartner für Berufsorientierung und freuen sich über Betriebe, die mitmachen. Möglichkeiten gibt es einige.

Auch IHK und Handwerkskammer helfen dabei, zum Beispiel mit Lehrstellenbörsen und Veranstaltungen, bei denen Betriebe und Schüler sich in kurzen Gesprächen kennenlernen. Fragen Sie bei Ihrer Kammer nach, was es in Ihrer Gegend gibt.

Instagram und TikTok, aber richtig

Jugendliche sind auf Instagram und TikTok unterwegs. Das weiß jeder, und trotzdem scheitern viele Betriebe daran. Meistens liegt es daran, dass die Posts aussehen wie Werbung. Ein Bild vom Firmengebäude mit dem Text „Wir bilden aus“ wischt jeder weg.

Was funktioniert, sind Ihre Azubis selbst. Ein kurzes Video, in dem die Auszubildende im zweiten Jahr zeigt, was sie an einem Tag macht. Ein Clip vom ersten Tag, ein Blick in die Werkstatt, ein Witz aus der Berufsschule. Das muss nicht perfekt sein, im Gegenteil. Fragen Sie Ihre Azubis, ob sie Lust haben. Oft haben sie bessere Ideen als jeder Marketingplan.

Mit Anzeigen können Sie solche Videos gezielt im Umkreis Ihres Betriebs zeigen. Beim Therapiezentrum Feldmann in Heiligenhaus haben wir 2024 eine eigene Kampagne nur für Auszubildende aufgesetzt, getrennt von den Anzeigen für Fachkräfte. Azubis brauchen andere Bilder und eine andere Sprache als eine erfahrene Physiotherapeutin.

Denken Sie an die Eltern

Bei der Wahl der Ausbildung reden die Eltern kräftig mit. Und die sind eher auf Facebook, lesen die Lokalzeitung und googeln den Betrieb, bevor ihr Kind dort anfängt. Deshalb lohnt es sich, auch sie anzusprechen.

Was Eltern wissen wollen, ist anders als das, was Jugendliche interessiert. Wie sicher ist der Beruf? Was verdient man in der Ausbildung und danach? Kann man sich weiterbilden, bis zum Meister oder Studium? Wie kommt das Kind zur Arbeit? Schreiben Sie diese Antworten auf Ihre Karriereseite, dann finden Eltern sie, wenn sie suchen.

Was in die Ausbildungsanzeige gehört

  1. Die Ausbildungsvergütung für jedes Jahr, als Zahl.
  2. Was man im ersten Jahr wirklich macht, in zwei, drei konkreten Sätzen.
  3. Wer der Ansprechpartner ist, mit Foto und Vornamen.
  4. Ob es Extras gibt, zum Beispiel ein Jobticket, Zuschuss zum Führerschein, ein Tablet für die Berufsschule oder eine Übernahmegarantie.
  5. Wie man sich bewirbt, am besten per WhatsApp oder mit einem kurzen Formular. Ein Anschreiben ist für viele Schüler eine echte Hürde.

Und schreiben Sie, welcher Abschluss nötig ist. Viele Betriebe nehmen auch Bewerber mit schwächeren Noten, wenn die Motivation stimmt. Wenn das bei Ihnen so ist, sagen Sie es.

Schnell antworten

Ein Jugendlicher, der sich bei drei Betrieben bewirbt, nimmt oft den, der sich zuerst meldet. Eine Antwort innerhalb von zwei Tagen ist ein großer Vorteil. Rufen Sie an, statt eine lange Mail zu schreiben, und laden Sie direkt zum Probetag ein.

Ihr Plan bis zum nächsten Sommer

  1. Diesen Monat: Praktikumsplätze festlegen und bei zwei Schulen in der Nähe anrufen.
  2. Im nächsten Monat: Ihren aktuellen Azubi fragen, ob er bei einem kurzen Video mitmacht.
  3. Bis zum Jahresende: eine Seite für Ausbildung auf Ihrer Website, mit Vergütung und Ansprechpartner.
  4. Ab Januar: Anzeigen im Umkreis, für Schüler und für Eltern getrennt.
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